Heil-Werden ohne Nebenwirkungen:

Medizinische Vorteile des Singens und der Musik

 

Schon vor Tausenden von Jahren wussten die unterschiedlichen Völker, dass Gesänge heilende Einflüsse auf den Körper und die Seele des Menschen haben. Leider sind diese wertvollen Erfahrungen, seit der Dominanz der modernen westlichen Medizin, in den Hintergrund gerückt. Doch seit einiger Zeit beweisen neue wissenschaftliche Untersuchungen, dass gemeinsames Singen und Musizieren den Gesundheitszustand eines Menschen erheblich verbessern kann und das mit einer Qualität, die die „normale“ Medizin in Staunen versetzt.

 

Singen und Musik können aus endokrinologischer Sicht folgendes bewirken:

 

·     Erhöhung der Ausschüttung des „Liebes- und    Bindungshormons“ Oxytocin

·     Abbau von Stresshormonen (u.a. Kortisol)

·     Entspannungsreaktionen

·     Hemmung der Ausschüttung des „Aggressionshormons“ Testosterons

 

Man weiß, dass Musik direkt über das limbische System auf den Hypothalamus

und den Hirnstamm auf das vegetative Nervensystem einwirkt. Dieses System hat 2 Hauptäste: den Sympatikus und den Parasympatikus. Wenn man sich mit beruhigender Musik umgibt (Wirkung auf den Parasympatikus), können folgende Reaktionen entstehen:

·     Senkung des Blutdrucks,

·     Verlangsamung der Pulsfrequenz,

·     Entspannung der Skelettmuskulatur, verengte Pupillen,  geringerer             Hautwiderstand und Beruhigung mit einem verbundenen Lustgefühl bis zur Somnolenz.

Bei stimulierender Musik (Wirkung auf den Sympatikus) wird das Gegenteil bewirkt. Eine ausgewogene Balance zwischen beiden, findet in Singgruppen statt und bietet das optimale gesundheitliche Wirkungsfeld.

 

Speziell beim Singen werden folgende heilende Faktoren wirksam:

  • Verlängerung der Ausatemphase (gleichmäßig strömend), daher Verbesserung der Elastizität der Atemmuskulatur und des Lungengewebes
  • Bessere Sauerstoffversorgung durch das Herz-Kreislaufsystems
  • Training der Zwerchfellmuskulatur, daher Anregung und Stimulierung aller Organfunktionen in der Bauchregion
  • Die Möglichkeit Dampf abzulassen: auf vertiefte Ausatmung folgt vermehrtes Entsäuern, Entgiften und Entschlacken des Körpers

 

Singen stimuliert die Zirbeldrüse und bewirkt die Ausschüttung von körpereigenen Endorphinen. Das Hauptsekret ist das Melatonin, welches für die Steuerung des Schlaf-Wachrhythmus verantwortlich ist, sich aber im zunehmenden Alter abbaut. Daher ist es gerade bei alten und verwirrten Menschen besonders wichtig, die Melatoninproduktion nicht-medikamentös (also ohne Nebenwirkungen) anzuregen, denn Melatonin bewirkt besseren Schlaf, Krebsprophylaxe und hat einen tumorhemmenden Effekt. Darüber hinaus bessert es die Funktionsfähigkeit des Immunsystems, normalisiert den Blutdruck und synchronisiert die endokrinen Rhythmen.

 

Abschließend sei bemerkt, dass Gesang und Musik ein gemeinsames Schwingen auf physiologischer Ebene möglich machen: unsere Herzen schlagen zusammen und können so ein Gefühl von Nähe, Verbundenheit und Liebe erschaffen.

 

 

 

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